Unterrichts-Methode

Ich unterrichte Gitarre als Rhythmus-, Solo- und Perkussions-Instrument, denn mit der Gitarre kann man mehr machen, als nur das Spiel mit den Seiten. Die akustische Gitarre ist ein hervorragendes Perkussions-Instrument. Der Korpus klingt wie ein kleines Cajon und erzeugt schöne perkussive Klänge. Im Unterricht komponieren wir zusammen eigene Gitarrenstücke. Die Lieblingsstücke des Schülers dienen als Grundlage für eine eigene kleine Komposition (Re-Composing). Denn eigene Musik macht am meisten Spaß. Unser Ausgangsmaterial sind die Akkorde und die Tonart. Zusammen nehmen wir auf der Loopmaschine eigene Playalongs auf und spielen dazu. Diese ganz eigenen Playalongs dienen dem Schüler zum Üben und Weiterkomponieren für Zuhause. So möchte ich zeigen, wie einfach es ist, eigene Musik zu machen. Auf dieser Grundlage vermittele ich, wie man spielerisch und mit Spaß die richtigen technischen Übungen macht für den sicheren Halt der Gitarre.

Die Loop-Maschine - Musik machen ist wie Tanzen

Die Loopmaschine ist die perfekte Art, alleine Gitarre zu üben, da man auf der Gitarre nicht direkt mehrstimmig spielen kann. Mit der Loopmaschine kann man seinen eigenen Rhythmus aufnehmen, sich auf diesem Weg selbst begleiten, und man lernt zusätzlich das Improvisieren. Dies sind die wichtigsten Grundlagen, um später mit anderen Musikern zusammen zu spielen. Selbst aufgenommene Töne kann man besser verinnerlichen und das eigene Gehör und das Rhythmusgefühl werden zusätzlich geschult. Durch das Komponieren eigner Musik wird das Selbstbewusstsein gestärkt. Musikmachen und Üben wird zu einem täglichen Erlebnis zur eigenen Entspannung.

Gitarre und Perkussion

Lernen ohne Noten

Die klassische Musiknotation ist oft hinderlich für die eigene Musikalität. Musik entsteht im Kopf, und die Wahrnehmung des Gehörten muss als erstes trainiert werden, damit man ein Instrument gut beherrschen kann. Musik regt nicht ohne Grund unsere Gefühle an, und so ist es auch sehr wichtig, beim Musizieren den Klang und Rhythmus zu fühlen. Gleichzeitig den Verstand zu benutzen beim Notenlesen und die Musik zu fühlen bedeutet, dass man sich auf zwei Dinge gleichzeitig konzentrieren muss. Die eigene Freude, Musik zu machen, kann verloren gehen durch den Stress, das geliebte Instrument auf dem klassischen Weg mit Noten zu lernen.

Musikalität

Wer Musik fühlen und wahrnehmen kann, ist musikalisch. Musik ist Kommunikation und durch die Wahrnehmung macht man in seinem Kopf Musik. Ein gutes Gehör und Rhythmusgefühl sind die Grundvoraussetzungen, um Musik auf einem musikalischen Weg zu lernen. Unmusikalische technische Übungen oder das stupide Lernen mit Noten verleitet einen zu glauben, man könne keinen Rhythmus halten oder keinen Ton raushören.

Wie lerne ich ein Musikinstrument?

Inzwischen gibt es durch das Internet immer mehr Möglichkeiten ein Musikinstrument zu erlernen. Selbst für das Klavier braucht man keinen Lehrer mehr. Tatsache ist, dass man sich ein Instrument nur selbst beibringen kann. Aber ohne Eigenantrieb und Leidenschaft klappt dies nicht. Dabei kann ein guter Lehrer einem dabei helfen, die beste Methode zu finden, sich das Instrument schnell und mit viel Freude selbst beizubringen. Gefährlich ist das ungleichmäßige Üben, wenn das Instrument falsch gehalten, zu lange am Stück bespielt wird oder man sich alles auf einmal beibringen möchte. Dabei kann man sich schnell verkrampfen und man bekommt typische Musikerkrankheiten wie Sehnenscheidenentzündung. Oder wenn man die Musik nicht genügend verinnerlicht hat, kann man Lampenfieber bekommen. Musik lernen bedeutet, die ganze Motorik zu trainieren, von den Händen bis in den „Kopf“.

Perkussion und Gitarre
Miresq und Instant Composing

Mit der Gitarre habe ich mich auf polyloop-ing und die virtuose Perkussion-Improvisation spezialisiert. Beim Polyloop-ing, der Polyloop-Maschine, bewege ich mich von einem Loop-Bodentreter zum nächsten. Insgesamt sind 3 Looper in Reihe geschaltet.

Auf dem ersten Loop-Bodentreter nehme ich meistens den Beat auf. Dazu klopfe ich auf den Holz-Korpus meiner Gitarre. In den nächsten Loop-Bodentreter nehme ich dann den Beat vom ersten Loop-Bodentreter auf und spiele noch Akkorde dazu. Da ich jetzt einen weiteren Looper habe, kann ich auch die Taktlänge verändern. Der erste Loop-Bodentreter war noch ein eintaktiger Loop. Auf dem zweiten Looper kann ich dann die Taktlänge individuell verdoppeln. Den dritten Loop-Bodentreter kann ich jetzt für einen Übergang der Komposition benutzten. Am Ende habe ich 3 verschiedene Arrangement-Parts live aufgenommen. Durch An- und Ausschalten kann ich jetzt nach Belieben die Komposition arrangieren und mit der Gitarre solistisch dazu spielen. Durch die Overdubbing-Funktion der Loopmaschinen kann ich jederzeit etwas zum Arrangement dazu spielen oder wieder entfernen.

Da ich keine festgelegte Komposition habe, nennt man dies "Instant Composing" oder unmittelbares Komponieren. Neben dem allgemeinen Begriff "Polyloop" habe ich den Begriff "Miresq" für mich entdeckt. Mauresk sind Ornamente maurisch-islamischer Kunst, die sich rhythmisch wiederholen. In Folge dessen habe ich meine geloopten Wiederholungen "Miresq" genannt. Eine Mischung aus "mauresk" und meinem Rufnamen Micha. Zusätzlich singe ich gerne zu meinen Loops die Melodie, die ich gerade auf der Gitarre spiele.

Neben dem Looping benutze ich die Gitarre als Rhythmus- und Perkussion-Instrument. Ich liebe es, stundenlang auf den Holzkorpus zu trommeln und Triplets (eine Technik, bei der man 3 Anschläge in einem Schlag macht) auf den Seiten zu spielen. Da ich früher auf der Western-Gitarre eine Mischung aus Jimi Hendrix und Funk gespielt hatte, hab ich dies mit der neuen Technik aus Flamenco und Heavy Metal gemixt.

Polyloop
Instant Composing

Trip
Electronic Composing